Innenparasiten:

Hier kann der Magen-Darm-Trakt befallen werden. Ratsam ist hier, einen Tierarzt aufzusuchen, die den Kot des Tieres überprüfen. Der Kot sollte wenn möglich frisch sein. Am besten kann man in einem kleinen Döschen dem Kot etwas Wasser hinzugeben. So ein bis zwei Tropfen Wasser. Wichtig ist, dass der Kot nicht gekühlt wird!!! Sollte man ihn kühlen, kann der Nachweis zur Bestimmung von „Einzellern“ erschwert werden.

Solche Untersuchungen sollte man ca. 1-2 mal im Jahr vornehmen.

Man sollte diese Untersuchung vor der Winterruhe durchführen. Jedoch lang genug vorher, damit ein gewisser Behandlungszeitraum bleibt. Beugt man dem vor der Winterruhe vor, so kann das Tier während der Ruhe nicht geschädigt werden.

Mögliche Parasiten sind:

Madenwürmer, Spulwürmer, Haarwürmer, Zwergfadenwürmer, Bandwürmer und Saugwürmer.

Man sollte sich nun aber nicht zu sehr beunruhigen lassen, da erst ein starker Befall das Tier schädigen kann. Man sollte eine Bekämpfung der Parasiten und weiteres Vorgehen mit dem Tierarzt abklären. Gut und ratsam wäre es, wenn es ein Tierarzt ist, der bereits mit Reptilien gearbeitet- und Erfahrung mit ihnen hat.

 

Milbenbefall:

Zu finden sind diese auf der Haut, unter den Schuppen, im Bereich der weicheren Hautschichten, an den Augen, am Hals, in den Ohröffnungen, an den Extremitäten und am Schwanzansatz. Meist erkennt man den Milbenbefall aber erst, wenn der Befall schon sehr stark ist.

Milben sind nur Millimeter groß und dunkelbraun oder rötlich gefärbt.

Auch hier sollten sie mit ihrem Tierarzt klären, was zu tun ist. Selbst geringe Überdosierungen von Medikamenten können tödlich enden. Ihr Tierarzt zeigt ihnen die richtigen Medikamente und die Art der Anwendungen.

Bakterielle Erkrankungen:

Hier wird die Lunge angegriffen. Meist kommt dieses durch Temperaturschwankungen oder durch das häufige Herausnehmen der Tiere aus dem Terrarium vor. Zugluft ist auch ein häufiger Grund.

Wenn der Agame das Atmen schwer fällt oder Schleim aus er Luftröhre tritt, sollte schnellstens ein Tierarzt konsultiert werden. Durch Antibiotikum kann diese Erkrankung behandelt werden.

Magen- und Schleimhautentzündungen sind seltener bei Agamen zu finden. Anzeichen hierfür können Fresslosigkeit (nach Winterruhe völlig normal!!!), wässriger Kot und das Auswürgen von unverdauter Nahrung sein.

Hier sollte ebenfalls wieder schnellstens der Tierarzt aufgesucht werden, damit sofortige Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Rachitis:

Häufig zu finden bei wachsenden Agamen (Jungtieren). Dies ist eine Stoffwechselkrankheit. Ausgelöst wird diese durch den so genannten „Vitamin-D3-Mangel“.

Die Knochen werden dadurch weich und führen dadurch zu Missbildungen und Brüchen. Leider kann man diese Krankheit nicht Rückgängig machen. Hier kann man aber durch das Füttern von so genannten Vitaminen und Mineralstoffe vorbeugen. Vitamine und Mineralstoffe werden durch das Futter verabreicht. Am besten gibt man das Pulver in eine Box und fügt dem Heimchen oder Würmer hinzu. Schüttelt man die Box mit dem Heimchen und dem Pulver, so bleibt es am Tier haften und die Agame frisst es mit. Zudem sollten die Tiere ausreichend UV-Licht bekommen, da dieses UV_Licht das Vitamin-D3 fördert.

Für die Terraristik ist nur das UV-A und UV-B von Interesse.

Gut eignet sich hierfür eine „UV-Sun Lux“ Lampe. Ihr Fachhändler wird sie sicherlich über die Möglichkeiten und die Lampen zum Thema UV-Licht aufklären.

Hängende Augenglieder:

Auch dieses ist bei Agamen häufiger zu finden. Meist wird dieses durch Augensalben und Vitamin-A Zugaben behandelt.

Häutungsprobleme:

Meist hervorgerufen durch zusätzliche bestehenden Krankheiten, trockene oder zu kühle Haltung, ein gestörter Flüssigkeitshaushalt oder Vitaminmangel. Ebenfalls können fehlende Gegenstände die zur Hilfe bei der Häutung der Agamen fehlen, die Ursache sein.

Meist hilft hier ein Bad in lauwarmen Wasser, und das Abreiben mit einem Frotteetuch. Man kann auch mit viel Feingefühl eine Pinzette zur Hilfe nehmen. Achten sie bitte darauf, das das Schwanzende die komplette Haut verloren hat. Sollten noch Reste dort hängen bleiben, kann ein Schwanzende absterben.

Pilzbefall der Haut:

Ursache sind falsche Klimatische Bedingungen oder die Feuchtigkeit des Tieres. Man sollte beim Besprühen darauf achten, das das Tier noch genug Zeit hat um sich zu trocknen.

Suchen sie hier auch schnellstens den Tierarzt auf um Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können. Diese Behandlung ist meist eine sehr langwierige und mühsame.

Legenot:

Schwer zu erkennen. Anzeichen sind hierfür fehlende Legestellen, Stress und Missbildung der Eier. Häufig kann es sein, das ein Weibchen eine Ausgrabung vornimmt, aber die Eier nicht ablegt. Das Weibchen fängt wieder an zu fressen. Suchen sie bitte ihren Tierarzt auf!!!

Verletzungen:

Entstehen durch beissen der Agamen. Bei kleineren Verletzungen (keine starken Blutungen) sollte man die Wunde reinigen und sie sollte desinfiziert werden. Man kann zudem noch eine Betaisodana-Lösung auftragen. Diese Lösung erhalten sie in jeder Apotheke ohne Rezept.

Bei größeren Verletzungen mit starken Blutungen suchen sie bitte sofort ihren Tierarzt auf.

 

 

(Nachschlagewerke: Internet, Fachbücher)